Öffnet man nun einen Eingang zum Fort, kann man die zentralen Bereiche belüften. Und so haben in allen von uns betreuten Objekten sehr leistungsfähige Belüftungsanlagen installiert, die am Tag bis zu 10.000m3 Frischluft durch die zentralen Bereiche blasen. Allerdings hat ein Fort aus der Barockzeit fein verästelte, kilometerlange Minen- und Kommunikationsgänge (Poternen), deren Lüftungsschächte praktisch alle zugeschüttet sind.

Doch wie kommt die Luft auch in die entlegensten Winkel? – Naja: Durch SIE!

Wenn Sie durch einen Gang gehen, verdrängen Sie die Luft darin – sie wandert nach außen und von dort ins Freie. Frische Luft aber fließt nach, wenn Sie die Gänge wieder verlassen. Nach diesem Kolben-Zylinder-Prinzip funktionieren Verbrennungsmaschinen und auch unsere Forts lassen sich auf diesem Weg “beatmen”. Sie sind der Kolben, der den Zylinder – den Gang – belüftet. Vielleicht haben Sie es schon selbst bemerkt, wenn Sie durch einen Gang wanderten und einen Luftzug spürten, obwohl der Gang abgeschlossen war. Das war die verdrängte Luft, die an Ihnen vorbei nach außen strömte. Und so sorgen regelmäßige Führungen für gute Luft im Untergrund.

Galeriengang – ©Mainzer Unterwelten e.V.