Frische Luft im Untergrund

In Fort Josef und Fort Philipp haben wir sehr leistungsfähige Belüftungsanlagen installiert, die am Tag bis zu 10.000 m³ Frischluft ansaugen und durch die unterirdischen Anlagen leiten. Dort wird an den tiefsten Stellen die „alte“ Luft abgesaugt und über Luftschotts nach außen geblasen. Damit werden bevorzugt schwere Luftbestandteile wie Kohlendioxid nach außen geblasen.

Allerdings hat ein Fort aus der Barockzeit fein verästelte, kilometerlange Minen- und Kommunikationsgänge (Poternen), deren Lüftungsschächte praktisch alle zugeschüttet sind.

Wie kommt die Luft auch in die entlegensten Winkel? – Naja: Durch SIE!

Wenn Sie durch einen Gang gehen, verdrängen Sie die Luft darin – sie wandert nach außen in den Eingangsbereich und wird dort ins Freie geblasen. Frische Luft aber fließt nach, wenn Sie die Gänge wieder verlassen. Nach diesem Kolben-Zylinder-Prinzip funktionieren Verbrennungsmaschinen, die Bahn entlüftet mit den Zügen auch die Tunnels – und wir machen es auch so! Sie sind der Kolben, der sich im „Zylinder“ – dem Gang – bewegt und ihn so belüftet.

Vielleicht haben Sie es schon selbst bemerkt, wenn Sie durch einen Gang wanderten und einen Luftzug spürten, obwohl der Gang abgeschlossen war. Das war die verdrängte Luft, die an Ihnen vorbei nach außen strömte. Und so sorgen regelmäßige Führungen für gute Luft im Untergrund.

Minengang – ©Mainzer Unterwelten e.V.